09.01.19

Schwelbrand im Pelletlager von PG und WG

Großeinsatz im Heizungskeller der städtischen Gymnasien - niemand verletzt - kein Giftgasalarm

Gegen 16 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter des Gebäudemanagements, dass mit den Pellets in der Heizungsanlage von WG und PG etwas nicht stimmte; sie hatten in der Transportschnecke eine bräunliche Farbe, außerdem konnte man einen leichten Brandgeruch wahrnehmen. Die daraufhin alarmierten Kräfte der Biberacher Feuerwehr mit dem Feuerwehrkommandanten Florian Retsch als EvD ließen sofort die Schulgebäude räumen und erhöhten auf Grund der unklaren Lage unverzüglich die Alarmstufe, sodass auch die WF Boehringer zur Einsatzstelle kam; im weiteren Verlauf alarmierte die ILS dann auch noch die Helfer der Feuerwehrabteilung Mettenberg, um die Besetzung der Wache sicherzustellen. Der Herd des Schwelbrandes wurde im Bereich der Transportschnecke vermutet, die das Brennmaterial aus dem Pelletbunker in den Brenner transportierte. Zunächst versuchten die Einsatzkräfte, das Zentrum des Schwelbrandes durch gezieltes Einleiten von CO2 abzulöschen, was aber wegen der unbekannten Lage dieses Zentrums nicht optimal gelang. Ziel weiterer Maßnahmen war es nun, diesen Bereich auszuräumen; dies erfolgte wegen der beengten Zugangsmöglichkeit dadurch, dass ein Einsatztrupp mehrere Mauersteine aus der Bunkerwand herausbrechen musste, damit in einer Helferkette per Eimer das verdächtige Brennmaterial aus dem Bunker in eine bereitgestellte Abrollmulde der Biberacher Feuerwehr transportiert werden konnte. Bei diesem Materialtransport wurden dann auch einige Eimer mit verfärbten Pellets entdeckt. Nach dem Entfernen von geschätzt ca. 1 Tonne Pellets aus dem Bunker ergaben die Messungen im Heizungskeller ein deutliches Absinken der kritischen CO-Konzentration (durch die unkontrollierte Verbrennung der Pellets verursacht), sodass der Rest des Brennmaterials im Bunker verbleiben konnte. Zunächst war der RD der Rettungswache Biberach in Bereitstellung an der Einsatzstelle; diese Helfer wurden später durch Kräfte der SEG des DRK Biberach abgelöst, die die Feuerwehrleute mit warmem Essen und Getränken versorgten. Der stellvertretende KBM Andreas Bochtler und die Brandermittler der Polizei waren ebenfalls an der Einsatzstelle. Über die Nacht blieb eine Brandwache vor Ort, die jedoch nicht weiter eingreifen musste. Die Rest-Pellets wurden im Laufe der folgenden Tage abgesaugt und in eine andere städtische Heizungsanlage gefahren; die Brandursachenermittlung ist im Gange.

Die Schüler und Lehrer waren zu keiner Zeit gefährdet, der Schulunterricht konnte am Donnerstag (vermutlich zum Leidwesen vieler Schüler) ohne Einschränkungen stattfinden.

 

Bericht Ludger Haack, Bilder: Feuerwehr Biberach